Donau - Radtour von Passau nach Wien

   
Organisation und Ausrüstung

Organisation

Tourveranstalter war die Donau - Touristik Linz
bzw. als Katalogveranstalter DERTOUR Frankfurt/M.

Die Organisation war qualitativ sehr gut:

In seinem Buch "Der Donauradweg" berichtet Manfred Traunmüller über seine Reiseerfahrungen zwischen Passau und Wien. In diesem Informationsbuch zum Donauradweg fanden wir Beschreibungen der Strecken und der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Es ist ein gutes Buch. Im Handel fanden wir es mit der
ISBN 3-85214-657-7.

Vom Veranstalter erhielten wir Reiseunterlagen mit Detailinformationen zum Ablauf der Reise und Vouchers für Hotels, Halbpension (Buchung empfehlenswert), Besichtigungen, Fährüberfahrten, Bahnstrecken und die Busrückfahrt von Wien nach Passau.
ISBN 3-85214-657-7

Zur Orientierung nutzten wir die Tourenkarte Passau - Wien 1:50.000 mit eingezeichnetem Radweg. Diese Karte war leider nur mit Stand vom Jahr 2000 zu erhalten. Die neue Brücke Pöchlarn und die neue Wegführung bei Mitterkirchen sind noch nicht enthalten.

Die Hotels waren sämtlich gute Mittelklasse mit gutem Service. Dominanz der Radler überall, Radunterbringung einwandfrei und sicher. Der Gepäcktransport verlief reibungslos mit Ankunft im nächsten Hotel bis spätestens 18 Uhr.
ISBN 3-85214-657-7

Ausrüstung

Die 28 Zoll Tourenräder Marke Schauff
mit 7-Gang Nexus/Shimano - Nabenschaltung und Rücktritt incl. Satteltaschen wurden gegen Kaution gestellt.

gutes Material
mit diesen Rädern macht das Fahren Spaß

Vor dem Start, am Vorabend der Tour, erfolgte die Radausgabe im Radkeller im Hotel "Weißer Hase" in Passau. Der Radbestand in einem von mehreren Hotels vermittelt einen Eindruck vom Stellenwert der Tour.

Die Räder erwiesen sich als sehr gut zu fahren. Wir hatten keine Sitzbeschwerden. Gefallen hat uns auch, dass es möglich war das Fahrrad im Hotel oder auf der Strecke reparieren oder tauschen zu lassen.
Tourwahl

Die Donau und ihr Radweg

Die Donau
Die Donau - Kraftwerke
Der Donau - Radweg

Organisation und Ausrüstung

Organisation
Ausrüstung

Stationen und Höhepunkte

Passau
Schlögen
Linz
Enns / Lorch
Mauthausen
Wachau
Wien

Kirchen, Klöster, Stifte

Mariahilf Passau
St. Florian
Melk
Dürnstein


   
Stationen und Höhepunkte

Passau

Die Drei - Flüsse - Stadt Passau liegt am Zusammenfluß von Donau, Inn und Ilz. Übrigens, zur dann vereinigten Donau trägt der Inn zwei Drittel der Wassermenge bei.
Hier beginnt unsere Tour.




Unvergesslich ist der Blick
über den Inn zum
Stephansdom
Passau

Ganz oben auf dem Berg
sehen wir zur Veste Oberhaus im Hintergrund.
Diese Veste wurde im Jahr 1219 gegründet. >>>

Sie war Jahrhunderte
Residenz und Machtzentrum
der Fürstbischöfe.

St. Pauls - Kirche

Die St. Pauls - Kirche war die Stadtpfarrkirche und wurde als Mutterkirche der Stadt Passau bezeichnet. Sie wurde erstmalig im Jahr 1050 erwähnt und nach einem Stadtbrand von 1662 als barocker Sakralbau gebaut. Auch in der Kirche gibt es Mißgunst: Die Turmspitze war mit 70m um 4m höher als der Dom. Sie wurde 1950 gegen den Willen der Stadtgemeinde um 25m abgebaut und durch ein 11m hohes Zeltdach ersetzt. Seitdem ist der Dom wieder höher und die Dominanz der Diözese gesichert.
Durchgang zum Dom >>>
Blick auf Veste Oberhaus

Durchgang zum Dom

Der Stephansdom mit der größten Domorgel der Welt

Der Stephansdom ist seit 739 die Kathedrale der Diözese und gilt als Mutterkirche des Donauostens. Nach dem Stadtbrand von 1662 wurde sie ebenfalls fast völlig neu erbaut. Der Stephansdom ist die bedeutendste Barockkirche italienischer Prägung auf deutschem Boden mit dem größten barocken Kircheninnenraum nördlich der Alpen.

Die Orgel mit 17 774 Pfeifen und 233 Registern verfügt über 5 Orgelwerke, die von einem Hauptspieltisch spielbar sind.

Ein Orgelkonzert im Stephansdom ist ein Erlebnis (jeden Werktag 12 Uhr, Donnerstags 19.30 Uhr).
Orgel im Stephansdom



Schlögen

Den malerischen Ort Schlögen, in der berühmten Donauschlinge gelegen, erreichen wir nach den ersten 43 km unserer Tour. Bei Sonnenschein und 35 Grad hatten wir bisher eine angenehme Fahrt.

Schlögen war in grauer Vorzeit ein römisches Kastell und wandelte sich später zum Bauernhof.
Schlögen

Yachthafen Heute ist Schlögen ein Geheimtipp in wunderbarer Landschaft mit Terrassencamping, Ferienwohnungen, Pension und Restaurant sowie einem Yachthafen mit 200 Liege - Plätzen.

Abendstimmung an der Donauschlinge Abendstimmung an der Donauschlinge

Frühstück in Schlögen

Wie in allen anderen Stationen war das Frühstücksbüfett sehr reichhaltig. Das gilt übrigens auch für die mit Halbpension gebuchten Abendessen (meist Auswahl aus drei 3-Gang-Menüs). Wir fanden den guten Ruf der österreichischen Gastronomie durchweg bestätigt
und fühlten uns sehr wohl in Schlögen.
Frühstück in Schlögen



Linz

Ursulinenkirche
Im Hintergrund Ursulinenkirche.

Linz ist die drittgrößte Stadt von Österreich.
Sie ist die Landeshauptstadt von Oberösterreich und in ihr leben 250.000 Einwohner. Linz erreichen wir, meist auf dem Donaudamm, nach einer ruhigen Fahrt. Dabei wird das Teilstück ab Eferding, wie gebucht, mit der Lokalbahn bis Linz zurückgelegt.
Die Dreifaltigkeitssäule auf dem Hauptplatz wurde 1723 errichtet, weil Kriegsgefahr, Pest und Hungersnot überstanden wurden.
Die Dreifaltigkeitssäule auf dem Hauptplatz

Die Pöstling
Auf dem Pöstlingberg

Die Pöstling - Bergbahn an der Talstation Urfahr ist die steilste Adhäsionsbahn Europas seit 1898. Sie überwindet auf 2,9 km einen Höhenunterschied von 225 m bis zum 537 m hohen Pöstlingberg.
Eine Adhäsionsbahn ist eine Bahn, die die Kraft nur über die Haftreibung der Räder auf die Schienen überträgt.

Auf dem Pöstlingberg sehen wir die
Basilika "Sieben Schmerzen Mariä"



Enns / Lorch

Von Linz führt der Radweg auf dem Donaudamm ca. 20 km bis zum Kraftwerk Abwinden. Auf dieser Strecke fanden wir leider keinen Radlertreff. Dafür war es wieder schön warm, 30 Grad Celsius.

Nach dem Wechsel auf die rechte Donauseite erreichen wir, über kleine Dörfer, das Stift St. Florian. Nach der Besichtigung des Stiftes führt am Nachmittag der Weg in die kleine Stadt Enns.

Ankunft in Enns - Hauptplatz
Ankunft in Enns - Hauptplatz

Stadtturm (59 m) mit dem Hauptplatz Enns ist die älteste Stadt Österreichs.
Erstmalig erhielt Enns das Stadtrecht im Jahr 212 als Zivilsiedlung des römischen Legionslagers Lauriacum (Lorch).
Später, im Jahr 1212, bekam die Stadt erneut das immer noch älteste Stadtrecht im heutigen Österreich.

Links im Bild sehen wir den Stadtturm von Enns mit dem Hauptplatz. Dieser Turm ist 59 Meter hoch.
Es ist ein sehr altes Gebäude. Der Stadtturm wurde in den Jahren 1554 bis 1568 als freistehender Glocken - und Wachturm erbaut.

Pfarrkirche (14. Jh.) Pfarrkirche (14. Jh.)

Die Basilika von Lorch
Basilika von Lorch
Sie gilt als die Mutter aller bayrischen Kirchen, da sie 977 vom Passauer Bischof Pilgrim zur Mutterdiözese des Bistums erklärt wurde.

Das Bauwerk hat eine bewegte Geschichte.
Im Jahr 180 nach Christi Geburt war die Kirche ein römischer Stadttempel,
um 370 die erste christliche Kirche,
um 740 eine frühkarolingische Anlage
und ab 1281 ein gotischer basilikaler Bau.

Die Hobby - Archäologen unter uns können inmitten der Kirche Römische Ausgrabungen bewundern.



Mauthausen

Von Enns setzen wir mit der Fähre über zur Kleinstadt Mauthausen.

Mauthausen war Kreuzungspunkt des abendländischen Handels von Westen nach Osten und von Norden nach Süden. Besondere Bedeutung bekam dabei Mauthausen als Donauhafen für den Umschlag von Eisen und Salz sowie des eigenen Granits.
Blick auf Mauthausen

wunderschöne Bürgerhäuser Von altem Wohlstand künden heute noch wunderschöne Bürgerhäuser.

Es regnet.
Es ist der einzige Regentag der Woche. Das ist irgendwie eigenartig.

Durch den Ort fahren wir, ca. 3 km, auf die Anhöhe. Dort besuchen wir das KZ Mauthausen.

Im Inneren des KZ Mauthausen

Das Lager hält sehr anschaulich und bedrückend die Erinnerung an die schlimmste Zeit unserer Geschichte wach.

In das KZ Mauthausen wurden vom Jahr 1938 bis zum Jahr 1945 etwa 200.000 Menschen aus nahezu allen europäischen und auch außereuropäischen Ländern deportiert.
Fast 100.000 Menschen wurden in diesem Lager ermordet.



Die Wachau

Der Weg führt uns weiter nach Grein bzw. St. Nikola (Hotel), einem früher berühmten Schifferort am Ende der Donaustromschnellen. Dabei fahren wir lange durch wunderschönen, nahezu unbesiedelten Auwald und besuchen ein Keltendorf bei Mitterkirchen.

Blick vom Hotel St. Nikola auf die Donau Von Grein aus radeln wir zunächst rechts, dann nach Persenbeug links auf der Dammkrone durch das enge, gewundene Tal des Strudengaus. Bei Pöchlarn überqueren wir die neue Donaubrücke und erreichen nach schöner Waldfahrt Melk.

Blick auf die Staustufe des Kraftwerks Melk und die alles überragende Benediktinerabtei Melk.

Nach Besichtigung der Abtei bringt uns das Linienschiff nach Spitz. Wir fahren durch die Wachau, ein 35 km langes Engtal der Donau und UNESCO - Welterbe.
Und was uns besonders freut: Die Wachau ist bekannt als Wein- und Obstanbaugebiet.
Staustufe des Kraftwerks Melk

Eines der vielen Schlösser zwischen Melk und Spitz

Eines der vielen Schlösser zwischen Melk und Spitz

In Spitz wohnen wir im berühmten Traditionshotel "Mariandl". Es trägt noch die Fassade von 1910 und hat im Inneren den Charme der 50er Jahre bewahrt. Im Hotel wurde 1947 der Film "Hofrat Geiger" mit Paul Hörbiger und Hans Moser gedreht.
Hotel "Mariandl" in Spitz

Am Folgetag machen wir eine Rundtour in der Wachau bis Dürnstein und zurück. Am linken Ufer führt ein schöner Weg durch St. Michael und den Weinort Weißenkirchen (Pfarrkirche mit Wehrgang 955-980) nach Dürnstein.

Wehrkirche in St. Michael
Wehrkirche in St. Michael

Die Wehrkirche in St. Michael gibt es als Bergfried seit dem Jahr 987. Später, um 1530, wurde der Turm gebaut. Sie war bis Ende des 15. Jh. das einzige Gotteshaus in der Wachau.

Weißenkirchen - Zentrum des Veltlineranbaus mit Pfarrkirche
Weißenkirchen - Zentrum des Veltlineranbaus mit Pfarrkirche

Weißenkirchen - Zentrum des Veltlineranbaus mit Pfarrkirche

Auf der anderen Donauseite führt der Weg zurück nach Spitz. Es geht durch Weinberge, Obstplantagen mit reifen Marillen, Äpfeln, Birnen und freundlichen Obstbauern. Ein Erlebnis, das wir mit einer zünftigen Weinprobe in Arnsdorf (gegenüber Spitz) abschließen.

Weinproben mit Käseteller unter schattigen Bäumen

Weinproben mit Käseteller unter schattigen Bäumen
Weißenkirchen - Zentrum des Veltlineranbaus mit Pfarrkirche

Angebot kroatischer Handarbeit im Weingarten

Abschied von Spitz und der Wachau

Mit ein wenig Wehmut nehmen wir Abschied von Spitz und fahren mit dem Zug bis Wien,
um mehr Zeit für einen Stadtbummel zu gewinnen.



Wien

Im zentral gelegenen Mercure - Hotel "Josefshof" geben wir die Leihräder und Satteltaschen zurück. Das Radeln war nun, nach ca. 250 km Raderlebnis, zu Ende.


Nachmittag und Abend gehören einem Bummel durch Wien. Wir nehmen uns vor, hier noch einmal herzukommen. Mit viel mehr Zeit.
Unser Hotel

Der berühmte Stefansdom - Wahrzeichen Wiens

Der berühmte Stefansdom
ist das Wahrzeichen von Wien

Parlamentsgebäude

Parlamentsgebäude

Fiakerparkplatz

Fiakerparkplatz






Neue Hofburg (Nationalbibliothek)

Neue Hofburg (Nationalbibliothek)

Vor Café und Hotel Sacher

Vor Café und Hotel Sacher

Am nächsten Morgen geht es mit dem Sonderbus zurück zum Parkplatz in Passau.

Eine Tour ging zu Ende, die Lust auf ein Mehr machte!



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